{"id":2077,"date":"2025-07-10T15:04:44","date_gmt":"2025-07-10T14:04:44","guid":{"rendered":"https:\/\/ffw-adorf.de\/?p=2077"},"modified":"2025-09-02T07:22:53","modified_gmt":"2025-09-02T06:22:53","slug":"gohrischheide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ffw-adorf.de\/?p=2077","title":{"rendered":"Gohrischheide"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit dem 1. Juli 2025 brannten In der Gorischheide an der Landes&shy;grenze von Sachsen und Brandenburg ausgedehnte Waldfl\u00e4chen. Durch extreme Trockenheit und st\u00e4ndig wechselnde Winde breitete sich der Brand rasant aus. Die L\u00f6sch&shy;arbeiten gestalteten sich sehr schwierig, da das Gebiet fr\u00fcher als Truppen&shy;\u00fcbungs&shy;platz genutzt wurde und noch heute mit Munitions&shy;belastung im Erdboden behaftet ist. Deshalb war f\u00fcr die Einsatz&shy;kr\u00e4fte besondere Vorsicht geboten. Bis zu 650 Helfer von Feuerwehr, Technischen Hilfswerk, Polizei und Bundeswehr waren im Einsatz. Man rechnet, dass ca. 2400 Hektar Vegetations&shy;fl\u00e4che dem Gro\u00dfbrand zum Opfer fielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag, den 5.07. um 22:00 kam \u00fcber die Landes&shy;direktion die kurzfristige Anfrage an den Vogtlandkreis zur Unterst\u00fctzung bei der Bek\u00e4mpfung des Waldbrandes in der Gorischheide mit Gro\u00df&shy;tank&shy;l\u00f6sch&shy;fahrzeugen. Noch in den sp\u00e4ten Abend&shy;stunden wurde die Besatzung des Gro\u00df&shy;tank&shy;l\u00f6sch&shy;fahrzeuges zusammen&shy;gestellt und das Fahrzeug auf diesen Einsatz vorbereitet. Um 4:30 Uhr erfolgte die Abfahrt zum Sammel&shy;punkt \u201eBrand- und Katastrophen&shy;schutz&shy;zentrum Vogtland&#8220; in Eich. Von dort ging es nach einer Einweisung durch den Kreis&shy;brand&shy;meister zusammen mit dem GTLF der Feuerwehr Pausa und zwei F\u00fchrungs&shy;fahrzeugen in den Bereit&shy;stellung&shy;sraum Zeithain.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer leider etwas l\u00e4ngeren Wartezeit wurden wir zusammen mit den GTLF aus Pausa und Kamenz in unser Einsatzgebiet Sprengplatz Jacobsthal beordert. Unsere Aufgabe bestand darin, ein Flugfeld&shy;l\u00f6sch&shy;fahrzeug einer privaten Firma mit Wasser zu betanken und nach M\u00f6glichkeit selbstst\u00e4ndig die Brand&shy;bek\u00e4mpfung \u00fcber die Fahrzeug&shy;monitore vorzunehmen. Es galt, an einem befahrenen Waldweg einen \u00dcberschlag des Feuers unbedingt zu verhindern, da sich direkt nebenan ein stark mit Munition und Spreng&shy;mitteln belastetes Gebiet, mit entsprechender Gef\u00e4hrdung befand. Zusammen mit Einsatz&shy;kr\u00e4ften des Katastrophen&shy;schutz&shy;zuges Bautzen und Feuer&shy;wehren aus dem Erzgebirge gelang es, diesen Auftrag zu erf\u00fcllen. Nach rund 22 Stunden war die erste Schicht wieder zur\u00fcck in Adorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Wehrleitung in Adorf wurde ein 12 Stunden-Schicht&shy;system mit jeweils zwei Maschinisten und einer F\u00fchrungs&shy;kraft aufgestellt. Eine Tagschicht von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr und eine Nachtschicht von 22:00 Uhr bis 10:00 Uhr waren f\u00fcr die Kameraden eingerichtet. Durch ein Fahrsystem zusammen mit der Feuerwehr Pausa wurden die Kameraden ins Katastrophen&shy;gebiet gebracht, bzw. von dort abgeholt. Insgesamt 7 Schichten wurden so besetzt. In den folgenden Tagen wurden verschiedene Einsatz&shy;aufgaben wie das Bef\u00fcllen von Puffer&shy;beh\u00e4ltern mit Wasser, Brand&shy;bek\u00e4mpfung und Rest&shy;abl\u00f6schung von immer wieder auf&shy;flammenden Brand&shy;stellen abgearbeitet.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem Einsatz wurden durch das GTLF Adorf 1000 km zur\u00fcckgelegt, davon ca. 600 km im schweren Gel\u00e4nde. Dabei wurden rund 800.000 Liter Wasser bef\u00f6rdert. Durch die Kameraden der Feuerwehr Adorf wurden in diesem Zeitraum 270 Stunden geleistet, ohne Ber\u00fccksichtigung der Nacharbeiten des Einsatzes. An der unmittelbaren Brand&shy;bek\u00e4mpfung in der Gorischheide waren 14 Kameraden der Feuerwehr Adorf beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die extreme Trockenheit und die damit verbundene Staub&shy;belastung hinterlie\u00dfen auch ihre Spuren an der Einsatz&shy;technik, sodass nach Einsatz&shy;ende eine Grund&shy;reinigung und technische Wartung erforderlich wurde. F\u00fcr die Reinigung der Ger\u00e4te und die Wieder&shy;herstellung der Einsatz&shy;bereit&shy;schaft waren nochmals zwei Arbeits&shy;eins\u00e4tze erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ergebnis kann gesagt werden, dass die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Adorf zusammen mit den anderen Feuerwehren ihre Aufgabe gel\u00f6st haben. Nicht unerw\u00e4hnt darf bleiben, dass gerade die milit\u00e4rischen Altlasten in dem Einsatzgebiet schon ein mulmiges Gef\u00fchl bei allen Einsatz&shy;kr\u00e4ften hinter&shy;lassen haben. Die Anforderung des Gro\u00df&shy;tank&shy;l\u00f6sch&shy;fahrzeuges zeigt einmal mehr, wie wichtig diese Anschaffung nicht nur f\u00fcr das Gemeindegebiet, sondern auch fl\u00e4chen&shy;\u00fcber&shy;greifend ist. Die Besonder&shy;heiten der Ausstattung, wie z.B. der Front&shy;werfer und die extrem hohe Gel\u00e4nde&shy;g\u00e4ngig&shy;keit wurden auch von anderen Feuerwehren als \u00e4u\u00dferst sinnvoll anerkannt. Es war sicherlich der l\u00e4ngste Einsatz der Feuerwehr Adorf in den letzten Jahr&shy;zehnten. Der Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die den Einsatz begleitet haben, ob als Einsatz&shy;kraft vor Ort, als Fahr&shy;dienst, oder als Organisator in der Heimat, aber auch bei der Wieder&shy;herstellung der Einsatz&shy;bereit&shy;schaft. Nicht vergessen darf man auch die Arbeit&shy;geber, welche die Frei&shy;stellung unserer Kameraden zum Einsatz erm\u00f6glicht haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"2078\" src=\"https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_2-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2078\" srcset=\"https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_2-300x225.jpg 300w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_2-768x576.jpg 768w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_2-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_2.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"2079\" src=\"https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2079\" srcset=\"https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_1-768x576.jpg 768w, https:\/\/ffw-adorf.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Gohrischheide_1.jpg 1121w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 1. 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