Brand eines Vierseitenhofes

Zu unserem bislang größten Brandeinsatz des Jahres wurden wir am Samstag gegen 17:15 Uhr alarmiert. In Tirschendorf brannte die Scheune eines Vierseitenhofs. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand diese bereits in Vollbrand, daher war es auch den geballten Kräften der Feuerwehren Adorf, Mühlenthal, Oelsnitz und Schöneck nicht möglich, ein Übergreifen des Feuers auf eine weitere Scheune und das Wohnhaus zu verhindern. Glücklicherweise mussten keine Menschen oder Tiere gerettet werden, da das Anwesen seit einiger Zeit unbewohnt ist.

 Durch einen massiven Löschangriff durch die Drehleitern aus Oelsnitz und Adorf sowie mehrere C-Rohre konnte der Brand bis ca. 20:45 Uhr soweit unter Kontrolle gebracht werden, dass nach und nach die Kräfte aus Schöneck, Oelsnitz und Adorf abrücken konnten. Mit Restablöschung und Brandwachen dauerte der Einsatz aber noch bis zum späten Sonntagabend.

Wir konnten gegen 22 Uhr die Einsatzstelle verlassen und nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge gegen 23 Uhr den Einsatz beenden. Im Einsatz waren 20 Kameraden mit ELW, DLAK und MLF. Auch das HLF war vor Ort, wurde jedoch zur Sicherstellung des Brandschutzes in Adorf schnellstmöglich aus dem Einsatz herausgelöst.

Feierliche Übergabe der Adorfer Drehleiter

Obwohl das Fahrzeug schon fast ein Jahr in Adorf stationiert ist und schon bei einigen Einsätzen Hilfe geleistet hat, war es bis jetzt nicht möglich, die neue Drehleiter in einem feierlichen Rahmen einzuweihen und zu übergeben. Die Corona-Pandemie hatte einen größeren Rahmen verhindert. Nun endlich war es möglich.

Unter Beachtung der 3G-Regel konnten wir zahlreiche Gäste begrüßen. Neben den Kameradinnen und Kameraden der Wehr Adorf und den Kameraden der Ortsteilfeuerwehren aus Leubetha, Freiberg, Gettengrün und Remtengrün waren der Bürgermeister der Stadt Adorf, Herr Rico Schmidt, der Inspektionsbereichsleiter Kamerad Heinritz, einige Stadträte und der Pfarrer Herr Wagner unserer Einladung gefolgt. Ebenfalls konnten wir Vertreter der Nachbarwehren aus Oelsnitz, Markneukirchen, Bad Elster, Bad Brambach, Mühlental und Eichigt begrüßen.

Gemeindewehrleiter Kamerad Steffen Neudel begrüßte alle Anwesende und erläuterte Einiges über die Beschaffung der neuen Drehleiter. Sie ersetzt das 20 Jahre alte Hubrettungsfahrzeug „Bronto-Skylift“. An diesem Fahrzeug wären in nächster Zeit eine kostenaufwändige Inspektion, sowie einige Reparaturen notwendig geworden. So kam man zu der Überlegung, das Fahrzeug zu reparieren oder zu einer Neubeschaffung. Stadtverwaltung, Wehrleitung und Feuerwehrausschuss setzten sich an einen Tisch und berieten über das Problem. Nach eingehender Beratung kam man zu dem Entschluss, dass eine Neuanschaffung rentabler ist. Wieder begannen die Beratungen. Welches Fahrzeug ist das Geeignetste, welcher Hersteller, welche Bestückung? Die Entscheidung fiel dann letztendlich zu Gunsten der Firma Rosenbauer. Durch eine Sammelbestellung von vier baugleichen Fahrzeugen konnte die Beschaffung kostengünstiger gestaltet werden. Beteiligt waren neben der Wehr Adorf, die Freiwilligen Feuerwehren aus Hohenstein-Ernstthal, Limbach-Oberfrohna und Torgau. Der Preis für das Fahrzeug beträgt 720.000 €, davon werden 555.600 € vom Land Sachsen gefördert. Einige technische Daten und Bestückung des Fahrzeuges: MAN-Fahrgestell, automatisches Schaltgetriebe, Luftfederung vorn und hinten mit Absenkung, 5-teiliger Leiterpark mit 500 kg Korb, Schwerlasttrage, Rollstuhlrampe für Montage am Rettungskorb, Motor- und Elektrokettensäge, Drucklüfter für Montage am Korb, Wassermonitor zur Montage am Korb, 3 Kameras (2 am Korb und 1 am Leiterpark).

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Am 25. und 26.11.2020 war es dann soweit. Auf Grund der Corona-Pandemie konnten nur drei Kameraden nach Karlsruhe zur Firma Rosenbauer fahren um das neue Leiterfahrzeug abzuholen. Anfang Dezember 2020 wurde dann in Adorf die Einweisung der Fahrer und Maschinisten durch einen Mitarbeiter der Firma Rosenbauer durchgeführt. Am 19. Februar 2021 fand die offizielle Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister Herrn Rico Schmidt an die Wehrleitung statt. Dies konnte jedoch auf Grund der Corona-Pandemie nur in einem sehr kleinen Rahmenstattfinden. Nach den einführenden Worten durch Kameraden Neudel über das neue Fahrzeug, sprach Bürgermeister Herr Schmidt den Kameraden seinen Dank für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Wehrleitung bei der Beschaffung der Drehleiter aus. Der Pfarrer, Herr Wagner, fand in seiner Rede segnende Worte für die Kameraden, sowie dem neuen Fahrzeug. Anschließend überbrachten die Gastwehren Glückwünsche an die Adorfer Kameraden verbunden mit Erinnerungsgeschenken zur feierlichen Übergabe des neuen Drehleiterfahrzeuges.

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Jahreshauptversammlung

Auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Adorf wurden mit der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr 2020 konfrontiert. So mussten verschiedene geplante Veranstaltungen abgesagt werden, bzw. konnten nur begrenzt und mit entsprechenden Auflagen durchgeführt werden. So auch unsere Jahreshauptversammlung, die wir mit einem fast Dreivierteljahr Verspätung unter bestimmten Voraussetzungen durchführen durften. Aus Platzgründen fand die Veranstaltung in der Fahrzeughalle unter Berücksichtigung der 3G Regel statt. Im Rechenschaftsbericht ließ Ortswehrleiter Kamerad Träger das vergangene Jahr 2020 noch einmal Revue passieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Adorf zählt per 31.12.2020 51 Kameradinnen und Kameraden, die sich wie folgt aufgliedern: 41 aktive Feuerwehrdienstleistende, davon 6 Kameraden mit Doppelmitgliedschaft und 10 Alterskameraden über 65 Jahre. Zwei Neuaufnahmen konnten im vergangenen Jahr verzeichnet werden.

Im Jahr 2020 wurden 20 Pflichtdienste durchgeführt, die sich wie folgt aufgliedern: 1 Mitgliederversammlung, 6 Schulungs- und 12 Übungsdienste, 1 Frühjahrsputz, 1 Winterübung.

jhv2021 1Zu 58 Einsätzen wurden die Adorfer Kameraden alarmiert: 4 Brandmeldeanlagen (Fehlalarme), 21 Brände, 33 Technische Hilfeleistungen. All diese Einsätze wurden in insgesamt 1920 Stunden erfolgreich absolviert.

Sonstige Veranstaltungen fielen alle der Corona-Pandemie zum Opfer. Höhepunkt im vergangenen Jahr war für die Wehr, die Abholung der neuen Drehleiter (DLAK) bei der Firma Metz/Rosenbauer in Karlsruhe vom 24. – 26.11. Leider konnten auf Grund der Corona-Vorschriften nur 3 Kameraden die Fahrt nach Karlsruhe antreten. Am 7.+8.12. wurde die Einweisung der Maschinisten in Adorf durch den Mitarbeiter der Firma Metz/Rosenbauer, Herrn Jonas Landhäuser, durchgeführt.

Auch in der Vereinsarbeit gab es trotz Corona-Beschränkungen rege Aktivitäten. Am 18.01. wurde das traditionelle „Knut-Fest“ am Gelände des Feuerwehrgerätehauses durchgeführt. Die Jahreshauptversammlung fand am 01.02.2020 statt. Am Faschingsumzug des ACV beteiligte sich die Wehr wieder mit einem Bild. Am 07.05. wurde unter dem Motto „Mir rame zam“ der Frühjahrsputz am Gelände des Gerätehauses durchgeführt. Der Himmelfahrtsausflug am 21.05. musste dieses Jahr etwas anders gestaltet werden. Nach einer Wanderung von Adorf nach Arnsgrün traf man sich in Weidigt zum Grillen. Am 06.09. wurde eine gemeinsame Wanderung mit den Kameraden aus Krásná zum „Hohen Stein“ durchgeführt. Die alljährliche Ausfahrt führte uns in diesem Jahr am 26.+27.09. an den Chiemsee. Andere Veranstaltungen fielen leider den ständig wechselnden Corona-Bestimmungen zum Opfer.

Seit der letzten Jahreshauptversammlung vom 01.02.2020 stellten 12 Frauen und Männer den Antrag auf Mitgliedschaft in unserem Verein. Der Verein zählt per 31.12.2020 109 Mitglieder (43 aktive, 41 fördernde, 25 Ehrenmitglieder).

Auch die Arbeit der Jugendfeuerwehr wurde von Corona beeinflusst. So sollte im Jahr 2020 mit einem großen Fest das 55. Gründungsjahr gefeiert werden. Leider musste es mitten in den laufenden Vorbereitungen abgesagt werden. Die Enttäuschung bei den Kindern war natürlich groß. Auch die Schulungs- und Übungsdienste mussten eingestellt werden. Aus diesem Grund konnten im Jahr 2020 nur 15 Dienste absolviert werden. Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Beschaffung und Indienststellung eines Rollcontainers für die Jugendfeuerwehr.

jhv2021 2Finanziert werden konnte diese Anschaffung von dem großzügigen Erbe des verstorbenen Kameraden Helmut Schmidt-Dittrich. Das Zeltlager wurde vom 21. – 23.08. an traditioneller Stelle in Weidigt durchgeführt. Auch hier mussten bei Veranstaltungen und Ausflügen Abstriche gemacht werden. Im Oktober 2020 wurde ein Wechsel in der Leitung der Jugendfeuerwehr notwendig. Ihr bisheriger Leiter, Kamerad Schanz übernahm eine andere Aufgabe in der Wehrleitung. Als Nachfolger wurde Kamerad Holger Weigert gewählt. Ihm oblag es, die Abschlussübung am 23. 10. auf dem Gelände des Stadtbauhofes zu organisieren. Die geplante Weihnachtsfeier musste ebenfalls abgesagt werden. So überlegte sich die Leitung, selbst Weihnachtsmann zu spielen. Man besuchte die Kinder und überbrachte die Geschenke persönlich. Eine tolle Idee. Per 31.12.2020 zählt die Jugendfeuerwehr 22 Kinder und Jungendliche. 4 Neuaufnahmen konnten verzeichnet werden. Niels Maaß und Max Hermann wurden mit Erreichen des 16. Lebensjahres in die aktive Wehr übernommen.

Befördert wurden zum Feuerwehranwärter: Nico Teschauer, Luise Uebel, Max Hermann und Nils Maas, zum Oberfeuerwehrmann: Holger Weigert, Jörg Fürbringer, Daniel Schneider, Jeremy Pascal Reichel, Falk Nowack, zum Hauptfeuerwehrmann: Marcel Stutzke, zum Löschmeister Denny Schwarz.

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Drehleiter (DLAK)

Baujahr: 2020
Fahrgestell: MAN TGM 15.290
Aufbau: Rosenbauer XS 3.0

Besonderheiten:

  • Rettungskorb 500kg
  • Schwerlasttrage 300kg mit der Möglichkeit der Lagerung von Patienten auf Korbboden oder Reling
  • elektr. fernbedienbarer Wasserwerfer RM15
  • Schuttmulde 300kg für Rettungskorb
  • Rollstuhllagerung für Rettungskorb
  • Elektr.- und Motor- Kettensäge
  • elektr. Belüftungsgerät mit Halterung für Einsatz im Rettungskorb
  • Notstromaggregat RS 14 Super Silent Fern Start/Stopp
  • LED-Scheinwerfer
  • Fognail-System

Brennender Traktor

In der Gemeinde Mühlental sowie in Oelsnitz, Schöneck und Adorf blieben heute zahlreiche Teller leer oder der Sonntagsbraten wurde kalt, denn um kurz nach 12 Uhr mittags gingen die Funkmelder, die Handys und die Sirenen.

Auf einem Feld zwischen Unter- und Oberwürschnitz gerieten ein Traktor und eine Ballenpresse in Brand. Dadurch kam es auch zu einem Flächenbrand des Feldes selbst. 

Schadensvermeidung

Es kommt nicht oft vor, dass die Feuerwehr eingreifen kann bevor ein Schaden entstanden ist. Heute hatten wir die Gelegenheit.

Der Teich auf dem Gelände des Kleinen Vogtlands füllte sich bedrohlich. Ein Überlaufen auf die Liegewiese des Freibads war nicht mehr auszuschließen.

Daher wurden schnell ein paar Kameraden zusammen getrommelt und mit TS8 und Schwimmpumpe wurde der Überlauf effektiv entlastet.

Gebäudebrand -Fehlalarm

Der Feuerschein eines Lagerfeuers wurde irrtümlich als Gebäudebrand interpretiert.

Dennoch: Lieber zehn Fehlalarme als ein Feuer zu spät bemerkt.

Defekter LKW und Brandmeldeanlage

Mit der Meldung „Brand 1 – Kleinobjekt“ wurden wir heute gegen 10:40 Uhr zu einem vermeindlich brennenden LKW alarmiert. Vor Ort, in der Elsterstraße nahe Landhaus stellte sich heraus, dass der LKW eine Havarie hatte. Dabei entstand kurzzeitig Qualm, jedoch brannte der LKW nicht. Wir streuten ausgelaufene Betriebsmittel ab und sicherten die Einsatzstelle bis zum Eintreffen der Polizei.

Gerade als diese ankam, schlugen gegen 11:30 Uhr die Telefone und Funkmelder erneut Alarm. Diesmal löste die Brandmeldeanlage eines örtlichen Unternehmens aus, also wurden eiligst alle Materialien und Geräte eingesammelt und verstaut.

Glücklicherweise stellte sich heraus, dass auch bei dem zweiten Einsatz kein Feuer zu bekämpfen war. So konnten wir gegen 12:00 Uhr wieder ins Gerätehaus einrücken.

Im Einsatz waren ELW, HLF und MLF mit 17 Kameraden.

Zu Großbrand nachalarmiert

Gegen 13:10 Uhr wurden Adorfer Kameraden zur Unterstützung nach Markneukirchen in die Schützenstraße alarmiert. Dort stand bereits seit etwa 12 Uhr das Dachgeschoss der Halle des SV Germania Markneukirchen in Brand. 

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Verkehrsunfall

Zu einem Verkehrsunfall auf der B92 an der Ecke zur Lessingstraße wurden die Kameraden gegen 12:30 Uhr alarmiert.

Zwei Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Dabei verletzten sich zwei der insgesamt fünf beteiligten Personen. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Adorfer Krankenhaus eingeliefert. Die Adorfer Feuerwehr war mit ELW, HLF, RW und MLF und 20 Kameraden ca. eine Stunde im Einsatz.

2021 04 25